"Zeichen setzen" - Jugendgedenken im ehemaligen KZ Mauthausen

von Geo Gegenhuber
Alljährlich findet anlässlich der Befreiung des ehemaligen KZ Mauthausen am 5. Mai 1945, eine große Gedenk- und Befreiungsfeier in der Gedenkstätte Mauthausen statt. Auch die PPÖ waren am 9. Mai 2010 durch PfadfinderInnen vor Ort vertreten.
"Zeichen setzen" - Jugendgedenken im ehemaligen KZ Mauthausen

Dieses Jahr standen die Feierlichkeiten unter dem Thema "Kinder und Jugendliche im KZ Mauthausen", denn 1945 zählte das KZ Mauthausen 15.000 Kinder und Jugendliche.

Bei der diesjährigen Gedenk- und Befreiungsfeier in Mauthausen leisteten Jugendliche mit einem 50 Meter langen, selbst gestalteten Gedenkband einen ganz besonderen Beitrag. Dieses Gedenkband entstand im Rahmen der Jugendbegegnung "Zeichen setzen", die von der Bundesjugendvertretung und dem Mauthausen Komitee Österreich organisiert wurde.

Bei dieser Jugendgedenkveranstaltung, welche bereits am Samstag vor der eigentlichen Befreiungsfeier stattfand, hatten die Jugendlichen Gelegenheit, mit einem Überlebenden des KZ Mauthausen zu sprechen. Weiters gab es Führungen durch die Gedenkstätte mit dem Schwerpunkt Jugend. Am Nachmittag konnten die Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren ihre Eindrücke des Tages und ihre persönlichen Botschaften auf dem 50 Meter langen Gedenkband verewigen. Dieses wurde am Sonntag bei der Gedenkfeier präsentiert. Insgesamt nahmen am Jugendgedenkmarsch über die Todesstiege rund 1.000 Jugendliche teil.

PfadfinderInnen aus Oberösterreich, Salzburg und Vorarlberg als Vertreter der PPÖ bei der Befreiungsfeier im KZ Mauthausen

PfadfinderInnen aus Oberösterreich, Salzburg und Vorarlberg als Vertreter der PPÖ bei der Befreiungsfeier im KZ Mauthausen

Mit ihrer Teilnahme setzen die Pfadfinder und Pfadfinderinnen Österreichs ein weiteres Mal ein deutliches Zeichen gegen Rassismus, Fremdenhass und das Vergessen der NS-Gräueltaten.

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Bildnachweis: Geo Gegenhuber